Voss-Stiftung

18 Oktober 2015, 12:00 am
Published in Pressemeldungen

Wipperfürth und Lindlar - 14.11.2014

Auszeichnung für Schulen

Voss-Stiftung will für Technik begeistern

Von Florian Sauer

Gleich fünf Wipperfürther Schulen sind als „MINT-freundlich“ ausgezeichnet worden. Als lokaler Partner des bundesweiten Netzwerks hat die Voss-Stiftung die Bewerbungen der Schulen vor rund einem Jahr angeregt.

 

„Die Hansestadt ist ab sofort eine regelrechte MINT-Stadt“, strahlt Siegfried Baumeister. Gleich fünf Wipperfürther Schulen wurden kürzlich in Gelsenkirchen für ihre Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) mit dem Siegel „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Antonius- und Nikolausschule bestanden die 14 Kriterien der Expertenjury genauso, wie die Konrad-Adenauer-Hauptschule und beide Gymnasien. Auch die Gesamtschule Marienheide darf sich ab sofort mit der Auszeichnung schmücken.

Wer Baumeisters Arbeit als Vorstand der Hans Hermann Voss-Stiftung in den letzten Jahren verfolgt hat, weiß: Es ist ihm eine Herzensangelegenheit, Kinder und Jugendliche im Sinne des verstorbenen Wipperfürther Unternehmers für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Als lokaler Partner des bundesweiten Netzwerks „MINT – Zukunft schaffen“ hat die Voss-Stiftung die Bewerbungen der Schulen vor rund einem Jahr angeregt.

Entsprechend stolz empfängt Baumeister gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Millard die Schüler und Lehrer mit ihren Urkunden. Die haben außerdem zahlreiche Gegenstände im Gepäck haben, die für die verschiedenen Programme stehen, mit denen man die Jury überzeugen konnte.

Einen eigenen Raum für Experimente eingerichtet

Deborah (8) berichtet von Flößen aus ganz unterschiedlichen Materialien, die die Kleinen der Nikolausschule auf der Wupper getestet haben. Die Antoniusschule hat eigens einen Raum für Experimente eingerichtet, das Städtische Engelbert-von-Berg-Gymnasium einen regelmäßigen Labortag bei Bayer eingeführt und die Hauptschule auf fächerübergreifenden Unterricht, digitale Bildung und Experimente mit der heimischen Pflanzenwelt gesetzt. Leon und Nick (beide 12) stellen einen Maschinenmenschen vor, der in der Roboter-AG des Erzbischöflichen St. Angela-Gymnasiums entstanden ist. Sensoren sorgen dafür, dass sich das Ungetüm durch Händeklatschen in Bewegung setzt und im Dunklen automatisch die Beleuchtung zuschaltet. Ein richtiger Hingucker ist die Wasserstoff-Rakete von Tim aus Marienheide. „50 Meter hoch fliegt sie locker“, erklärt der 13-jährige Gesamtschüler.

Für Baumeister steht das MINT-Projekt trotz der Auszeichnungen noch am Anfang. Er plant bereits weiter, kann sich schulübergreifende Projekte vorstellen und auch die Zusammenarbeit mit Schulen außerhalb Wipperfürths. Zunächst will er aber diejenigen Schulen der Hansestadt ins Boot holen, die bislang nicht teilgenommen haben. Damit es auf der Karte der „MINT-Stadt“ keine weißen Flecken mehr gibt.

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