Ausgezeichneter Unterricht

18 Oktober 2015, 12:00 am
Published in Pressemeldungen
Last modified on Sonntag, 18 Oktober 2015 15:11

 Zukunftsschule Konrad-Adenauer-Hauptschule

Ausgezeichneter Unterricht

Ulrike Disselbeck, Christine Ahlhaus, Wolfgang Beifuß und Dawn Stiefelhagen (v.l.).
Foto: Schmitz
Von Florian Sauer

Wichtige Auszeichnung für die Konrad-Adenauer-Hauptschule: Als eine von 14 Einrichtungen im Kölner Regierungsbezirk wurde die Schule auf dem Mühlenberg jetzt als „Zukunftsschule NRW“ ausgezeichnet.

Wichtige Auszeichnung für die Konrad-Adenauer-Hauptschule: Als eine von 14 Einrichtungen im Kölner Regierungsbezirk wurde die Schule auf dem Mühlenberg jetzt als „Zukunftsschule NRW“ ausgezeichnet. Die Plakette übergab Schulministerin Sylvia Löhrmann kürzlich in Essen. Mit der Gemeinschaftsgrundschule Wiedenest und der Gummersbacher Jakob-Moreno-Schule konnten zwei weitere oberbergische Schulen bei dem schulformübergreifenden Wettbewerb überzeugen.

Partnerschaft mit Unternehmen

„Einen ganzen Tag lang war eine Expertin bei uns zu Gast und hat unser Unterrichtssystem unter die Lupe genommen“, berichtet Ulrike Disselbeck, die Rektorin der Wipperfürther Hauptschule. Dicke Pluspunkte konnte man auf dem Mühlenberg mit der Schülerfirma und den Kurspartnerschaften mit der heimischen Wirtschaft sammeln. Erstere versorgt die Schule derzeit zweimal pro Woche mit jeweils 100 Essen – 16 Schüler der Klasse 9 lernen dabei freiwillig den Umgang mit Lebensmitteln und Kostenkalkulationen. Im Rahmen der Partnerschaften schnuppern Schüler in die Lehrwerkstätten Wipperfürther Unternehmen, zum Beispiel von Voss oder Jockey.

Als ausdrückliche Besonderheit lobte die Landesjury allerdings das in der Hansestadt praktizierte Modell des Epochenunterrichtes. Dabei werden zunächst mehrere Fächer in einer Gruppe zusammengefasst – in den Klassen 8 bis 10 zum Beispiel Erdkunde, Geschichte und Wirtschaftslehre. Diese Fächer werden nun nicht parallel, sondern in jeweils mehrwöchigen Blöcken nacheinander unterrichtet. Für Disselbeck liegen die Vorteile auf der Hand: „Die Kinder beschäftigen sich viel intensiver mit den Themen.“ Auch Raum für Exkursionen könne so viel einfacher in den Schulalltag integriert werden.

Die Lernunterlagen für jede Epoche geben die Lehrer am Ende des Schuljahres an ihre Kollegen der nächsten Jahrgangsstufe weiter – so müsse nicht jeder Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung völlig neu anfangen, erklärt Disselbeck.

Während der Preisverleihung in Essen präsentierten die ausgezeichneten Schulen ihre Besonderheiten im Rahmen einer Ausstellung und tauschten sich aus. Die Landesregierung will mithilfe der Preisträger ein NRW-weites Netzwerk aufbauen, bei dem alle Schulen von den ausgezeichneten Ideen profitieren.

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