KAH eröffnet Museum

7 Februar 2016, 12:00 am
Published in Pressemeldungen
Last modified on Sonntag, 07 Februar 2016 08:11

50 Jahre Schulgeschichte
Konrad-Adenauer-Hauptschule eröffnet eigenes Museum

 

Museumsreif: Ein Rechner mit Windows 95. (Foto: Schmittgen)

Die Konrad-Adenauer-Hauptschule besitzt nun ein eigenes Schulmuseum. Richtig fertig soll es erst im übernächsten Jahr sein. Erste Exponate gewähren aber schon jetzt Einblicke in 50 Jahre Schulgeschichte. Von Florian Sauer

Die Konrad-Adenauer-Hauptschule besitzt ab sofort ein Schulmuseum. Richtig fertig solle es erst im übernächsten Jahr sein, pünktlich zum 50-jährigen Bestehen, berichtet Schulleiterin Ulrike Disselbeck bei der Eröffnung im Haus 1. Erste Exponate gewähren aber schon jetzt einen Einblick in fünf Jahrzehnte Schulgeschichte.

Stimmen zur Eröffnung

„Danke im Namen von 1200 Mitgliedern des SV Frielingsdorf für dieses Schmuckstück“, sagte SVF-Vorsitzender Rolf Müller. „Es war mit Abstand das größte Projekt, das wir hier gestemmt haben, wir werden die Halle gleich am Montag belegen.“„Ich wünsche mir, dass die Halle mit der gleichen Begeisterung genutzt wird, mit der sie gebaut wurde“, sagte Architekt Dirk Harms. „Es ist ein ganz außergewöhnliches Bauwerk, obwohl es eine nüchterne und funktionale Sporthalle ist.“

Es ist ein positives Beben, das durch den Ort gegangen ist“, lobte Dr. Hermann-Josef Tebroke, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises und früherer Bürgermeister der Gemeinde Lindlar. Das Engagement der Bürger sei beispielhaft.Ganz Lindlar hat diesem Moment entgegen gefiebert“, so Bürgermeister Georg Ludwig. Zu Sport-vor-Ort: „Ihr seid die Helden in dieser Geschichte und die ist noch nicht zu Ende. Ich bin stolz darauf, sagen zu können: ,Ich war ein Teil davon’“.

Erste Auffälligkeit: Ende der 1960er-Jahre saß man auf dem Mühlenberg noch sehr tief. Beinahe winzig erscheinen die Stühle und Pulte der Erstausstattung, die heute im Museumsraum aufgebaut sind. Auch ihr Material scheint rückblickend wenig durchdacht. „Lange kann man darauf nicht sitzen, dann färbt die Sitzlehne komplett auf die Hose ab“, erklärt Technik-Lehrer Konrad Arz lachend.

Die ersten Schritte des neuen Museums hat Arz zusammen mit 15 Schülern der Klasse 10 b als Projekt in Angriff genommen. „Vieles wurde ja weggeworfen“, bedauert der Lehrer. Trotzdem sei man zuversichtlich, zum Jubiläum allerlei Gegenstände präsentieren zu können (siehe auch Aufruf).

Landkarte aus dem Jahr 1962

Zu den Schätzen, die die Gruppe bislang sicherte, gehört eine Landkarte aus dem Jahr 1962, die das deutsche Staatsgebiet noch inklusive Pommern, Schlesien und Ostpreußen darstellt – entsprechend der Auffassung der damaligen Politik mit dem Hinweis versehen, diese Gebiet stünden „vorübergehend“ unter polnischer beziehungsweise sowjetischer Verwaltung.

Gleich nebenan kommen vor allem Technik-Nostalgiker auf ihre Kosten. Auf dem Filmprojektor für Super 8-Filme prangt genauso die Schulgravur „K.A.H.“ wie auf dem zehn Kilo schweren Tonbandgerät, das 716 D-Mark kostete. In einer Vitrine verdeutlichen verschiedene Speichermedien den Gang der Zeit.

Eine CD ersetzte einst 416 Disketten und wurde von tragbaren Sticks ersetzt, die einen ganzen CD-Koffer abspeichern. Fünf Computer laden ein zur Reise in die Vergangenheit, als man stolz auf „Windows 95“ war. Die Ausstellung solle dauerhaft in dem Raum im ersten Obergeschoss bleiben und dort weiter wachsen, bestätigt Disselbeck.